In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Du den Übergang vom Ganzschlag zum Leinenschlag klöppelst.

Da es viele Möglichkeiten gibt ein Muster aus Leinen- und Ganzschlägen zu klöppeln, solltest Du wissen, wann zusätzliche Drehungen erforderlich sind und wann nicht.

Für diese Lektion habe ich zwei Videos für Dich erstellt:

  • Im Einführungsvideo zeige ich Dir, was wir klöppeln wollen.
  • Im zweiten Video zeige ich Dir die Übergänge Schritt für Schritt.

Das Übungsband

Wir wollen ein Übungsband klöppeln mit ganz unterschiedlichen Mustern aus Leinen- und Ganzschlägen. Dabei soll jedes Muster über 4 Reihen geklöppelt werden.

Die Muster sind:

Leinenschlag

(Wechsel zur) Leinenschlagfläche über die gesamte Bandbreite.

Ganzschlag

(Wechsel zur) Ganzschlagfläche über die gesamte Bandbreite.

Leinenschlag und mittleres Risspaar im Ganzschlag

Innerhalb einer Leinenschlagfläche das mittlere Risspaar im Ganzschlag.

abwechselnd Ganzschlag und Leinenschlag

Mit den Risspaaren abwechselnd Ganzschlag und Leinenschlag.

Innerhalb einer Ganzschlagfläche das mittlere Risspaar im Leinenschlag.

Erforderliche Materialien für das Band

Du brauchst folgende Materialien:

  • 6 Paar Klöppel (= 12 Klöppel)
  • Garn der Stärke NeL 50/3 (z. B. von Goldschild) oder NeL 50/2 (z. B. von Barkonie). Im Video verwende ich:
    • Leinengarn von Goldschild dunkelblau 51 in NeL 50/3 für 5 Klöppelpaare
    • Leinengarn von Goldschild dunkelgrün 09 in NeL 50/3 für 1 Klöppelpaar
  • Schaue Dir die Videos dazu an. Die gesammelten Videolinks findest Du am Ende dieses Beitrages.
  • Klöppelbrief: Den Link zum Download findest Du am Ende des Blogbeitrages.

Ich empfehle Dir diesen neuen Klöppelbrief zu verwenden und nicht einen aus den letzten Lektionen. Die aktuelle Klöppelvorlage enthält zusätzliche Informationen.

Die Übergänge

Wenn Du Flächen mit bestimmten Grundschlägen klöppelst, dann sieht es schön aus, wenn diese Flächen symmetrisch gestaltet sind.

Hierbei meine ich besonders die Übergänge/Zugänge zu diesen Flächen. Wenn diese ungleich gearbeitet sind, fällt das unserem Auge besonders auf. Und das meistens eher negativ.

Daher legen wir Wert auf symmetrisches Arbeiten zu Beginn und Ende von geklöppelten Flächen.

Um diese Symmetrie zu erreichen, sind zusätzliche Drehungen erforderlich. Damit Du diese Drehungen an den richtigen Stellen machst, ist es hilfreich zu wissen, dass wir nach der „Offenen Methode“ klöppeln.

Ich hatte das auch bereits in diesem Beitrag Diese Grundausstattung brauchst Du zum Klöppeln kurz erwähnt.

Es gibt zwei Methoden nach denen Du klöppeln kannst: Die offene und die geschlossene Methode. Diese sind abhängig von der Klöppelregion und damit dem vorherrschenden Klöppelstil und der verwendeten Klöppelunterlage.

Die zwei Methoden unterscheiden sich in der Art und Weise wie die Grundschläge geklöppelt werden. Ich werde das mal in einem anderen Blogbeitrag ausführlicher behandeln.

Interessant finde ich, dass das Gesamtergebnis (die fertige Klöppelspitze) bei beiden Methoden gleich aussieht.

Übergang vom Leinenschlag zum Ganzschlag

Nach der „Offenen Methode“ gibt es nichts Besonderes zu beachten. Du kannst einfach mit den gewünschten Paaren einen Ganzschlag klöppeln.

Übergang vom Ganzschlag zum Leinenschlag

Generell lässt sich bei der „Offenen Methode“ definieren, dass Du beim Übergang vom Ganzschlag zum Leinenschlag das Klöppelpaar zusätzlich drehen solltest:

  • Risspaar zusätzlich drehen (siehe roter Rahmen im Bild): Wenn Du mit dem Risspaar in der vorhergehenden Reihe einen Ganzschlag geklöppelt hattest.
  • Laufpaar (Führungspaar) zusätzlich drehen (siehe rote Pfeile im Bild): Wenn Du mit dem Laufpaar im vorhergehenden Klöppelschlag einen Ganzschlag geklöppelt hattest.

Zusammenfassung

Ich hoffe, dass Du mit den Informationen aus diesem Beitrag, die zusätzlichen Drehungen zukünftig an die richtige Stelle setzt.

Ich empfehle Dir, dass Du bei neuen Klöppelmustern diese zusätzlichen Drehungen im Anfangsbereich einzeichnest. Man vergisst diese Drehungen auch schnell … 😉

Wenn Du noch Fragen hast, dann schreibe mir gern einen Kommentar.